Finanzen in der Partnerschaft
Über Geld redet man in Deutschland bekanntlich nicht, oder doch zumindest nur sehr, sehr ungern. Das gilt leider auch für viele Partnerschaften.
Mehr als 60% der Deutschen wissen grundsätzlich nicht, was der Partner oder die Partnerin verdient.
Für den Umgang mit Geld ist es nicht nur wichtig, wie viel wir davon haben, sondern vor allem, wie wir damit umgehen und welche Bedürfnisse wir am Ende damit befriedigen müssen.
Geld ist nämlich in erster Linie eine emotionale Angelegenheit.
Dies ist vor allem komplex in einer Partnerschaft, da nicht mehr nur die eigenen Bedürfnisse wichtig sind, sondern auch die gemeinsamen.
Es gibt viele Gelegenheiten, in denen ein guter Austausch über Geld wichtig ist, um eine ausgeglichene Beziehung zu führen. Motivationen können beispielsweise sein, mehr Transparenz über Geld in der Beziehung zu schaffen, gemeinsame Geldanlage, das Finanzieren eines Urlaubs oder des geteilten Haushalts.
Eine Möglichkeit für einen gemeinsamen Umgang mit Geld bieten verschiedene Kontenmodelle für Partnerschaften.
1. Variante - 2 Konten:
Jeder verfügt über sein eigenes, separates Konto.
Die individuellen Einkünfte gehen auf dem persönlichen Konto ein.
Gemeinsamen Kosten werden geteilt.
2. Variante - 3 Konten:
Jeder verfügt über sein eigenes, separates Konto.
Die individuellen Einkünfte gehen auf dem persönlichen Konto ein.
Es gibt ein Gemeinschaftskonto.
Jeder zahlt monatlich einen Betrag auf das Gemeinschaftskonto ein.
Gemeinsame Ausgaben gehen von diesem Konto ab.
3. Variante - 3 Konten, aber:
Es gibt ein Gemeinschaftskonto für alle Einkünfte.
Gemeinsame Ausgaben gehen von diesem Konto ab.
Jeder verfügt zusätzlich über sein eigenes, separates Konto...
... und zahlt monatlich für sich einen individuellen Betrag vom Gemeinschaftskonto auf sein eigenes Konto ein.
Welche Variante passt für euch?
Die Bedeutung von Geld ist vielschichtig und auch sehr individuell.
Für jeden Menschen bedeutet es etwas anderes, abhängig von seinen sozialen Prägungen, seinen verinnerlichten Glaubenssätzen und seiner Lebenssituation. Mal geht es schlicht um Sicherheit, mal um finanzielle Freiheit oder auch um Status.
Wer weiß wie der Partner oder die Partnerin über Geld denkt, kann Finanzielles in der Beziehung entsprechend regeln und vielen Problemen aus dem Weg gehen. Um eine ausgeglichene Beziehung zu führen, kann es hilfreich sein, einen Aufteilungsschlüssel für gemeinsame Ausgaben zu bestimmen.
Dazu möchten wir euch drei Möglichkeiten vorstellen:
1. Variante - 50%/50%:
Alle gemeinsamen Ausgaben werden gleich aufgeteilt.
Entweder trackt ihr dies akribisch mit einem Haushaltsbuch, oder...
... ihr ladet euch gegenseitig wechselseitig ein.
2. Variante - Anteilig zum Einkommen:
Je nach Einkommen zahlt derjenige, mit dem höheren Einkommen, proportional mehr für die Ausgaben oder auf das Gemeinschaftskonto ein.
3. Variante - Mischmodell:
Bestimmte Fixkosten anteilig je nach Einkommen, der Rest, wie Ausgaben für eure Freizeit, Urlaube & Co eher 50/50.
Wie macht ihr es?
Wollt ihr mehr erfahren? Dann schaut bei der Autorin Marleen Theissen vorbei:
www.marleentheissen.de